
Manchmal ist es für eine Veränderung oder für unsere innere Entwicklung wichtig, dass wir länger in einer Situation bleiben, als wir eigentlich möchten.
Das klingt vielleicht zunächst widersprüchlich, weil ja niemand gerne in schmerzhaften Situationen feststecken möchte.
Wir sehen oft sehr genau, was uns nicht guttut. Wir haben Bücher gelesen, uns Wissen angeeignet, Zusammenhänge verstanden und können oft sogar ganz klar benennen, was gerade geschieht. Und trotzdem schaffen wir es manchmal nicht, eine Situation zu verlassen oder ein Verhalten zu verändern.
Man könnte es Selbstsabotage nennen, selbstabwertendes oder selbstverletzendes Verhalten.
Wir sehen uns dabei zu – und können es trotzdem nicht stoppen.
Warum ist das so? 💫
Ein Grund dafür ist, weil Wissen und die Erkenntnis nicht automatisch Veränderung bedeuten. Die Seele braucht manchmal viele Wiederholungen, bis etwas vom Verstand ins Herz vordringt und bis wir etwas nicht nur wissen, sondern auch wirklich fühlen.
Manchmal müssen wir unsere Emotionen, unseren Schmerz und all die unguten Gefühle immer wieder bewusst durchleben, ähnlich wie eine Suppe, die langsam vor sich hin köchelt. Wir schauen hin, wir beobachten, wir reagieren mit dem nächsten Handlungsschritt, der uns gerade möglich ist. Wir spüren und erkennen nach und nach immer mehr, was wir uns da selbst antun.
Und irgendwann, oft ganz unerwartet, kommt dieser eine Moment:
Etwas fällt von uns ab. Wie eine Last oder eine Fessel, die uns nicht hat vorwärts gehen lassen. Und plötzlich können wir handeln, eine Situation verlassen, eine Grenze setzen. Plötzlich können etwas Entscheidendes verändern oder endlich das in Angriff nehmen, was uns schon so lange wichtig ist.
Selbstzerstörerisches oder selbstabwertendes Verhalten kann eine Folge von kindlichem Trauma sein. Was sich heute als schädlich erweist, war einmal eine kindliche Überlebensstrategie, die uns in der Kindheit und Jugend geholfen hat, etwas zu überstehen oder zu kompensieren, um emotional irgendwie zu überleben.
Wenn ein Verhalten vor langer Zeit durch uns, in uns, installiert wurde, braucht es manchmal auch Zeit, bis wir es selbst in uns wieder deinstallieren können und bis eine neue, liebevollere Verhaltensweise an seine Stelle treten darf.
Deshalb: Sei sanft mit dir, wenn du es noch nicht schaffst. 🙏❤️
Wichtig ist nicht nur, dass du innerlich voran gehst und sei es nur jeden Tag erneut nur einen kleinen Funken Bewusstsein mehr zu sammeln.
Erlaube dir noch vor der Tür deiner Veränderung zu brüten und das Neue köcheln zu lassen.
Auch das ist bereits ein Teil der Veränderung in der was Neues entsteht.
Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit kommt eines Tages durch eine Ansammlung vieler kleiner Bewusstseinsfunken und manchmal vielleicht auch durch etwas, das wir Gottes Gnade 🙏 nennen, genau der Moment, in dem du aufstehst und durch diese Tür hindurch gehst.
Du bist nicht gescheitert, nur weil du noch nicht gehen kannst.
💫 Erkennen ist bereits Veränderung. 💫💫 Bewusstes Hinschauen ist Veränderung.
💫 Fühlen ist Veränderung.
Vertraue darauf, dass das, was dein Verstand längst weiß, irgendwann auch dein Herz erreicht.
Und wenn dieser Moment gekommen ist, wo alles aufeinandertrifft, wirst du nicht mehr gegen dich kämpfen müssen.
Du wirst es einfach machen. ❤️💫
Alles Liebe ❤️ Jeanette
Wenn du die aktuelle Zeit für deine innere Entwicklung und Heilung nutzen möchtest und du dir dafür Unterstützung wünscht, helfe ich dir gerne bei deinen nächsten Schritten.
Wir können ein Einzelgespräch führen oder ich kann dich über mehrere Wochen begleiten.
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