„Lob mich!“ 🤔

„Lob mich!“ 🤔

Es gibt eine Spezies von Mensch, die durch eine ausgeprägte Eigenschaft hervorsticht, nämlich, dass sie gerne „Lob und Anerkennung“ von anderen einfordert, während sie selbst kaum „Lob und Anerkennung“ über die Lippen bringt.   

Vielleicht bemerkst du das bei deinen Eltern, bei deinen Kollegen oder im Freundeskreis?

Oder auch bei dir selbst, wenn du mutig und selbstreflektiert in den Spiegel schaust? 

💫 Ist Lob und Anerkennung von anderen zu bekommen, die vordergründige Motivation warum du bestimmte Dinge tust? 

💫 Oder fällt es dir oft schwer dich mit anderen zu freuen oder sie zu loben, wenn sie Erfolg haben? 

💫 Wie notwendig für dein Wohlbefinden ist es für dich, dass du von außen, von deinen Mitmenschen und von deinem Umfeld „Lob und Anerkennung“ bekommst? 

💫 Und wie reagierst du innerlich und durch dein Verhalten, wenn dieses „Lob“ ausbleibt? 

Viele Menschen haben ihr seelisches Wohlbefinden darauf aufgebaut, sich ihre Daseinsberechtigung und ihre emotionale Nahrung überwiegend durch Lob und Anerkennung zu holen. Während sie gleichzeitig im Mangel, in Neid und Missgunst sind, wodurch es ihnen schwer fällt anderen Lob und Anerkennung zu geben.  

Und viele Jahrzehnte und bis heute lebt ein ganzes Wirtschaftssystem davon, indem es Menschen in einem Konkurrenzkampf treibt und in einer Sucht nach Lob und Anerkennung bei der Stange hält, sei es durch Vergleichen, durch Noten, Urkunden, Zertifikate, durch Geld und Karriereleitern und vielem mehr.

Und auch Familiensysteme nähren sich davon, dass Eltern von ihren Kindern und Ehepartner untereinander und voneinander Lob und Anerkennung erwarten, während sie selbst nur ungern loben verteilen. 

Wer kennt nicht Sätze, wie diese: 

„Was wir schon alles für dich getan haben und das ist der Dank.“ 

„Ich mach so viel für dich, aber von dir kommt nichts zurück.“ 

„Hab ich das nicht toll gemacht, schau mal.“ 

Die Spezie „Lob mich!“ ist allgegenwertig und sie ist anstrengend. 

Und glücklicherweise wachen immer mehr Menschen auf und wollen das Spiel nicht mehr bedienen. 

Nicht mehr „das erzwungene Geben von Lob und Anerkennung“ und auch nicht mehr „das süchtige Haben wollen von Lob und Anerkennung“, als Tauschhandel für das eigene emotionale Überleben. 

Und das ist gut so, denn es ist eher ein unehrliches Miteinander und nährt nicht in der Tiefe.  

Was nicht heißen soll, dass es keine Dankbarkeit und Wertschätzung mehr geben soll. Im Gegenteil.

💫 Aber Lob und Anerkennungen sollen echt sein, freiwillig und von Herzen kommen. Alles was eingefordert wird, was unter Druck und mit Erwartungen an Gegenleistungen geschieht, hat seine wahre Nährkraft verloren. 

💫 Wenn du aus einem Gefühl von Freude und Fülle heraus einem anderen Lob und Anerkennung gibst, dann teilst du deine eigenen guten Gefühle mit anderen. In dem Moment bist du erfüllt und brauchst nichts, sondern du verteilst deine Fülle, wodurch sie sich vermehrt. 

💫 Wenn du aus einem Gefühl des Mangels und der unguten Gefühle heraus einem anderen Lob und Anerkennung gibst, willst du was haben und wahrscheinlich eher deine innere Leere füllen, indem sich der andere hoffentlich für dein „Lob und deine Anerkennung“ bedankt oder sich sogar schuldig fühlt, dir was zurückzugeben.

Wenn du also das nächste Mal jemandem Lob und Anerkennung aussprechen möchtest, dann überprüfe aus welcher Intension heraus du das tust. 💫🙏

Willst du wirklich etwas Nettes verschenken oder willst du über das Geben, haben? 

Wenn du wieder Mal mehr gibst, mehr arbeitest oder mehr leistest, als du willst und wenn du dich dabei ertappst, wie du dich als arm dran fühlst, weil du wieder mal für andere „einspringen, helfen, retten oder was leisten MUSST“ und denkst, das dankt mir niemand, dann halte inne und frage dich, warum du es wirklich tust. 

Was willst du dafür haben? Was erhoffst du dir davon? 

Wenn du Lob und Anerkennung erwartest, lass es. 💫

Wenn du es jedoch für dich tust, weil du es tun willst oder entschieden hast, es zu tun, und wenn du einen Sinn oder gute Gefühle für dich daraus ziehen kannst, egal, ob du dafür Lob und Anerkennung von außen erhältst, dann bist du auf dem Weg in deine Freiheit. 

Frei von der Sucht nach Lob und Anerkennung. 💫

Wenn du dann aus dieser inneren Freiheit heraus freiwillig Lob und Anerkennung verschenkst, ohne vordergründig zu erwarten, wird sich das Lob und die Anerkennung, die dann vielleicht auch bekommst, plötzlich so viel anders anfühlen, als bisher. Und es wird dir auch nichts ausmachen, wenn nichts kommt.

Wir Menschen sind soziale Wesen und wir brauchen einander, aber nicht um uns zu missbrauchen, durch das Einsammeln von Lob und Anerkennung, sondern um uns durch ein ehrliches Lob aus einer eigenen inneren Fülle heraus gegenseitig zu bereichern. 💫🙏

Fühle den Unterschied! ❤️

Alles Liebe ❤️ von Jeanette