Kennst du die Sehnsucht nach Schmerz? 💜

Kennst du die Sehnsucht nach Schmerz? 💜

Vielleicht fragst du dich: „Warum sollte ich mich nach Schmerz sehnen?“

Es klingt zunächst widersprüchlich. Und doch tun wir es jeden Tag – immer dann, wenn wir in Traurigkeit, Frust, Enttäuschung, Angst oder Sorgen feststecken. 

Wir wollen diese Gefühle nicht – und doch halten wir sie oft selbst am Leben. Nicht bewusst, sondern durch das, wie wir über uns, über andere und über das Leben glauben.

Solange wir unseren alten Glaubenssätzen für wahr halten, nähren wir den Schmerz.

Beispielsweise: 

Ich bin nicht gut genug.

Keiner sieht mich.

Ich bin allein.

Ich muss mir Liebe verdienen.

Vielleicht kennst du einen dieser destruktive Gedanken? Jeder von uns trägt unzählige davon in sich. Doch sie alle haben etwas gemeinsam: Sie erzählen uns eine Geschichte an der wir festhalten und die wir irgendwann für wahr gehalten haben.

Und solange wir sie nicht hinterfragen, suchen wir – oft unbewusst – nach Bestätigung.

Nicht weil wir leiden wollen, sondern weil Vertrautes sich sicher anfühlt. Selbst dann, wenn es schmerzt.

So begegnen wir immer wieder Menschen, die genau diese alten Überzeugungen bestätigen.

Wenn wir glauben, nicht liebenswert zu sein, fühlen wir uns häufig zu Menschen hingezogen, bei denen wir kämpfen, warten oder hoffen müssen. Nicht, weil wir das wirklich möchten, sondern weil es zu dem Bild passt, das wir von uns selbst in uns tragen.

Und wenn uns jemand ehrlich liebt, wertschätzt oder respektiert, können wir es oft kaum annehmen. Statt die Liebe zu sehen, suchen wir nach dem Haken, nach dem Fehler. Nach dem Moment, in dem alles wieder so wird, wie wir es gewohnt sind. Das bekannte Elend. 

So entsteht ein Kreislauf. Nicht, weil das Leben gegen uns ist.

Sondern weil unser Blick immer wieder dorthin wandert, wo der alte Schmerz auf seine Bestätigung wartet.

Viele dieser Muster zeigen sich besonders deutlich in unseren engsten Beziehungen. Dort, wo wir uns öffnen. Dort, wo wir verletzlich sind. Dort, wo unsere alten Wunden sichtbar werden.

Und genau dort kann auch etwas Neues beginnen.

Der Moment, in dem wir erkennen:

Ich erschaffe diesen Schmerz nicht, weil er wahr ist. Sondern weil ich ihn noch glaube.

Diese Erkenntnis kann vieles verändern.

Wir müssen nicht mehr gegen den Schmerz kämpfen. Wir müssen uns nicht verurteilen.

Wir dürfen einfach innehalten, beobachten und vielleicht sogar liebevoll über uns selbst schmunzeln.

Wieder hat sich ein alter Gedanke gezeigt.

Und wieder haben wir die Möglichkeit uns zu entscheiden, ihm nicht zu folgen.

Vielleicht ist Heilung gar nicht so schwer? 

Vielleicht bedeutet sie einfach, die alten Geschichten nicht länger für die Wahrheit zu halten und dem alten Schmerz nicht immer wieder neu zu erschaffen. 

Und manchmal einfach über sich selbst zu schmunzeln und über das, was wir uns da immer wieder wahr machen. 

Den Blick nicht mehr auf den Mangel zu richten, sondern auf das Gute.

Auf das, was bereits da ist.

Auf Dankbarkeit.

Auf Liebe.

Auf das Licht.

Dann beginnt langsam die Schmerzfreiheit. 

Wenn Liebe vertrauter wird, als Angst.

Wenn Frieden vertrauter wird, als Drama.

Wenn wir uns erlauben, das Beste über uns selbst, über andere und über das Leben zu glauben.

Kannst du deine Sehnsucht nach Schmerz beenden, indem du deinen Blick veränderst?

Wenn du dabei Unterstützung wünscht, helfe ich dir gerne.

Alles Liebe ❤️ von Jeanette 

www.jeanetteludwigzeiler.de

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